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M: Metallphysik

M 11: Quasikristalle IV

M 11.5: Fachvortrag

Dienstag, 12. März 2002, 17:30–17:45, H6

Mechanische Spektroskopie wasserstoffabsorbierender Quasikristalle — •Hans-Rainer Sinning und Roberto Scarfone — Institut für Werkstoffe, TU Braunschweig, Langer Kamp 8, 38106 Braunschweig

Quasikristalle auf Zr- und Ti-Basis weisen eine hohe Löslichkeit für Wasserstoff auf, die diese Legierungen für Speicheranwendungen interessant macht. Darüber hinaus führt der gelöste Wasserstoff schon bei wesentlich geringeren Konzentrationen zu einem charakteristischen Dämpfungspeak, der einerseits den bisher einzigen Nachweis einer interstitiellen Relaxation in Quasikristallen darstellt, andererseits aber auch als Sonde für den lokalen Aufbau der Quasikristalle selbst benutzt werden kann. Die Eigenschaften dieses mit der Vibrating-Reed-Technik gemessenen Peaks sind - offenbar aufgrund der ikosaedrischen Nahordnung - in amorphen und quasikristallinen Zr-Cu-Ni-Al-Phasen über einen weiten Bereich der H-Konzentration praktisch identisch, während sie sich von dem in Ti-Zr-Ni-Quasikristallen gefundenen Verhalten deutlich unterscheiden. Letzteres deutet auf eine experimentelle Möglichkeit zur Unterscheidung quasikristalliner Nahordnungen (z.B. Bergman- oder Mackay-Cluster) hin. Demgegenüber fehlen in diesen feinkörnigen Legierungen die von Al-Pd-Mn-Einquasikristallen bekannten, intrinsischen Dämpfungspeaks. Bemerkenswert ist allerdings, dass im Bereich des starken Dämpfungsanstiegs zwischen 450 und 650 K im quasikristallinen Zustand von Zr-Cu-Ni-Al eine höhere Dämpfung gemessen wird als in der entsprechenden amorphen Phase.

Gefördert durch die DFG im SPP „Quasikristalle“.

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