Berlin 2005 – wissenschaftliches Programm
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ST: Strahlen- und Medizinphysik
ST 1: Medizinphysik: Bildgebung I
ST 1.1: Hauptvortrag
Montag, 7. März 2005, 10:15–10:45, TU HL1
Molekulare Bildgebung mit hochaufgelöster magnetischer Resonanz — •Peter Bachert — Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abt. Medizinische Physik in der Radiologie, Heidelberg
Moderne klinische Magnetresonanz-Tomographen verfügen über hohe Feldinduktion (B0 = 1,5 oder 3,0 T) und -homogenität sowie leistungsfähige Gradientensysteme. Ist das HF-System zudem breitbandig und doppelresonant ausgelegt, wird multinukleare hochaufgelöste NMR-Spektroskopie möglich. Die Messung, die Information über den Zellstoffwechsel liefert, ist nichtinvasiv und führt zu keiner Beeinträchtigung des lebenden Gewebes. Nachdem die lokalisierte (Single-Voxel) 1H-NMR-Spektroskopie breite Anwendung in Studien der Neurochemie des menschlichen Gehirns gefunden hat, geht die Entwicklung zu Multi-Voxel-Techniken (spectroscopic imaging) von 1H und seltenen Kernen in Feldern B0 ≫ 3 T. Da das NMR-Spektrum Information (chemical shift, Mobilität) über die Moleküle enthält, in denen die detektierten Kernspins eingebaut sind, könnte sich die Methode zu einer molekularen Bildgebung mit hoher Voxelauflösung ausbauen lassen, die nuklearmedizinische Verfahren wesentlich ergänzt.
