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Berlin 2012 – wissenschaftliches Programm

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UP: Fachverband Umweltphysik

UP 3: Radioactivity and Soil

UP 3.2: Vortrag

Dienstag, 27. März 2012, 12:15–12:30, HFT-FT 131

Thoron in bayerischen Fachwerkhäusern — •Stefanie Gierl1, Jochen Tschiersch1, Lei Bi1,2 und Oliver Meisenberg11Helmholtz Zentrum München, Institut für Strahlenschutz, 85764 Neuherberg, Deutschland — 2Department of Engineering Physics, Tsinghua University, Beijing 100084, China

Zur Radonexposition in Deutschland wurden schon vielfältige Untersuchungen durchgeführt. Das Radonisotop Thoron wurde bisher aufgrund seiner kurzen Halbwertszeit von 55,6 Sekunden bei Messungen oft ignoriert. Nachdem herausgefunden wurde, dass ungebrannter Lehm eine hohe Thoronexhalationsrate besitzt, werden nun Messungen in Fachwerk- und anderen Lehmhäusern durchgeführt.

Da die langlebigen Thoronfolgeprodukte den hauptsächlichen Beitrag zur Dosis leisten, müssen eben diese gemessen werden. Messungen an einer beliebigen Stelle im Raum sind dann möglich, da sich die Folgeprodukte homogen verteilen. Ein speziell entwickeltes passives Messgerät erzeugt durch Hochspannung ein elektrisches Feld und sammelt an geladene Aerosolpartikel angelagerte Folgeprodukte auf Kernspurdetektoren. Damit lassen sich die Folgeproduktkonzentrationen von Radon und Thoron bestimmen.

Erste Messungen in einem Fachwerkhaus konnten die Vermutung nach einer erhöhten Thoron-Folgeproduktkonzentration bestätigen. Aus dem Mittelwert der Potentiellen Alphaenergiekonzentration einer zweiwöchigen Messung ergibt sich bei einer Aufenthaltsdauer von 10 Stunden pro Tag für die Bewohner eine zusätzliche effektive Dosis von 1,6 mSv pro Jahr durch Thoronfolgeprodukte.

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