Dresden 2026 – scientific programme
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DD: Fachverband Didaktik der Physik
DD 12: Praktika und Experimente
DD 12.1: Talk
Tuesday, March 10, 2026, 10:45–11:05, SCH/A101
Einflüsse von multimodaler Interaktion auf den Fachwissenserwerb im physikalischen Experiment — •Dane-Vincent Schlünz1, 2, Stephan Dutke3 und Daniel Laumann1, 2 — 1Physikalisches Institut, Universität Münster — 2Institut für Didaktik der Physik, Universität Münster — 3Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung, Universität Münster
Die Gestaltung multimedialer Lernumgebungen unter Einbezug von Experimenten erfordert empirisch geprüfte Designprinzipien (vgl. Cognitive-Affective Theory of Learning with Media) wie u. a. das Modalitätsprinzip. Im klassischen Verständnis wird so der Verteilung von verbal und piktorial präsentierten Informationen auf zwei Modalitäten (Hören, Sehen) eine lernförderliche Wirkung zugewiesen. Lernumgebungen können jedoch zusätzlich Formen inhaltlich relevanter Interaktion bieten, welche neben Hören und Sehen auch somatosensorische Modalitäten Lernender adressieren. Ob das Modalitätsprinzip somit auch in Experimenten gilt, die durch Augmented Reality (AR) erweiterte Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten aufweisen, wurde bisher kaum empirisch untersucht. Theoretische Ansätze wie die Embodied Cognition weisen darauf hin, dass somatosensorische Modalitäten im Lernprozess grundsätzlich lernförderlich sein können. Im Rahmen eines AR-erweiterten Experiments zu optischer Polarisation wird in einer Interventionsstudie (visuell vs. visuell-somatosensorisch) untersucht, wie somatosensorische Modalitäten den Fachwissenserwerb beeinflussen. Die Stichprobe umfasst N=107 Studierende der Biowissenschaften, Pharmazie, Landschaftsökologie und Physik.
Keywords: Multimedia Learning; Modalität; Interaktivität; Experiment
