Dresden 2026 – scientific programme
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DD: Fachverband Didaktik der Physik
DD 13: Digitale Medien II
DD 13.3: Talk
Tuesday, March 10, 2026, 11:25–11:45, SCH/A252
Desinformation und Physikunterricht aus der Perspektive von Lehrkräften — •Julia Hädrich und Rita Wodzinski — Didaktik der Physik, Universität Kassel
Soziale Netzwerke und KI-Dienste gewinnen bei der Informationssuche von Jugendlichen zunehmend an Bedeutung: Rund ein Viertel der 12- bis 19-Jährigen nutzt Instagram oder TikTok mehrmals pro Woche als Informations-Tool, etwa vier von zehn greifen dafür auf ChatGPT zurück (Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, 2025). Diese Entwicklung birgt Herausforderungen, da vielen Jugendlichen die nötigen Kompetenzen fehlen, um Informationen kritisch zu bewerten und Desinformation zu erkennen (vgl. PISA, 2024; ICILS, 2023). Die Förderung solcher Kompetenzen stellt eine Aufgabe der Lehrkräfte dar und setzt spezifische professionelle Handlungskompetenzen im Kontext dieser Medien voraus (Baumert & Kunter, 2011). Ob und in welchem Umfang entsprechende Unterrichtskonzepte von den Lehrpersonen umgesetzt werden, hängt dabei entsprechend der Theory of Planned Behavior (vgl. Fishbein & Ajzen, 2010) unter anderem von der individuellen Einstellung zum Thema Desinformation. Angesichts wissenschaftsfeindlicher Tendenzen ist die Reflexion von Wissenschaft gesellschaftlich besonders relevant. Zusammen mit Themenfeldern, wie der Energie, ergeben sich für das Fach Physik besondere Anknüpfungspunkte, um einen reflektierten Umgang mit Medien zu fördern. In einer Online-Befragung wurden Physiklehrkräfte der Sekundarstufe I zu ihrer Perspektive auf die genannten Inhalte befragt. Der Beitrag stellt den Fragebogens und erste Ergebnisse der Erhebung vor.
Keywords: Medienkompetenz; Fake News; Desinformation; Lehrkräfte
