Dresden 2026 – scientific programme
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DD: Fachverband Didaktik der Physik
DD 9: Neue Konzepte I
DD 9.3: Talk
Monday, March 9, 2026, 12:40–13:00, SCH/A284
Physik trifft Kunst: Praxisbeispiele für fächerverbindenden MINKT-Unterricht — •Nathalie Wolke und Susanne Heinicke — Universität Münster
Physik und Kunst erschaffen auf den ersten Blick ganz unterschiedliche Welten im Klassenzimmer, doch laden Sie beide auf ihre Art Lernende dazu ein, Phänomene der Welt zu erforschen, zu gestalten und zu hinterfragen. Der MINKT-Ansatz, eine deutsche Adaption des internationalen STEAM-Ansatzes, greift dieses Potenzial auf und betrachtet die Verbindung von MINT-Fächern und Kunst als Chance, kognitive, kreative und ästhetische Kompetenzen gleichermaßen zu fördern. Besonders in der Kombination von Physik und Kunst lassen sich Lernende auf verschiedenen Ebenen ansprechen: analytisch, haptisch, emotional und gestalterisch. Da in beiden Fächern das Interesse der Lernenden im Verlauf der SEK I zurückgeht und es deutliche Interessensunterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, fokussiert das vorliegende Forschungsvorhaben auf dem Potential des fächerverbindenden Unterrichts für die Interessenförderung. Dafür verankert es die Idee in der schulischen Praxis und stellt die Entwicklung und Erprobung von fächerverbindenden Unterrichtsreihen in den Mittelpunkt. Praxisnah fungieren die Unterrichtsreihen als Curriculum Replacement Units: Sie berücksichtigen die Lehrpläne beider Fächer und könnten Regelunterricht somit ersetzen. Im Zentrum des Vortrags steht neben einer theoretischen Rahmung des MINKT-Konzepts und der Interessenförderung die Vorstellung dieser fächerverbindenden Unterrichtsreihen sowie erster empirischer Rückmeldungen zum Ansatz aus der Praxis.
Keywords: Fächerverbindender Unterricht; MINKT; Kunst; Interessenförderung
