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Erlangen 2026 – wissenschaftliches Programm

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AKE: Arbeitskreis Energie

AKE 1: Innovative Contributions for the Energy System Transformation

AKE 1.1: Hauptvortrag

Dienstag, 17. März 2026, 11:00–11:30, KH 01.022

Unterwasserpumpspeicher in den Braunkohletagebauen des Rheinischen Reviers – die Lösung zur bezahlbaren Grundlastenergieversorgung der deutschen Industrie — •Horst Schmidt-Böcking1, H. Riße2, G. Luther3, U. Schöler4, J. Schwister5, L. Müller6, T. Bender6, A. Garg6, H. Lambertz7 und M. Düren8 — 1Institut für Kernphysik, Goethe Universität Frankfurt — 2RWTH Aachen — 3Universität des Saarlandes, Saarbrücken — 4Früher Ruhrgas Essen — 5Techn. Beigeordneter a.D. Stadt Kerpen — 6University of Applied Sciences, Mainz — 7Kreistagsabgeordneter im Rhein-Erft-Kreis — 8Justus-Liebig-Universität Gießen

Die Energiewende in Deutschland kann gelingen, wenn man der Industrie zu jeder Zeit auch in Flauten bezahlbare elektrische Energie in ausreichender Menge zur Verfügung steht und die Überschüsse insbesondere aus PV am Tage verwertet werden können.. Dazu braucht man sehr große Energiespeicher. Zur Zeit scheint man das Kurzzeit-Speicherproblem fast nur mit elektrochemischen Speichern lösen zu wollen. Die bewährte Technologie von Pumpspeichern wird kaum im Betracht gezogen, da es angeblich keine Möglichkeiten mehr gäbe, in Deutschland wegen fehlender Topographie und geltenden Umweltauflagen solche Speicher in ausreichender Größe zu errichten.

In den mehr als 400 m tiefen Braunkohletagebauen kann man riesige Pumpspeicher (sogenannte Unterwasserpumpspeicher) errichten, die so groß sind, dass sie selbst zu Kosten von weniger als 6 Cent/kWh die Grundlastversorgung für die Industrie sichern können. Dort könnten „unsichtbare“ Unterwasserpumpspeicher erbaut werden, von weit mehr als 100 GWh Speicherkapazität (ein Zyklus), die man sofort ohne Flutung des Sees in Betrieb nehmen kann. Deutschland besitzt heute ca. 38 GWh Pumpspeicher und weniger als 3 GWh ins Stromnetz integrierte elektrochemische Speicher. Der Ausbau an elektrochemischen Speichern (vor allem Li-Ionenbatterien) wird stark zu nehmen. Diese Speicher werden aber vor allem im privaten Bereich und in der Mobilität (unter 100 kWh) und im mittleren Speicherbereich (< 300 MWh) zum Einsatz kommen und werden ohne Zweifel wichtige Speicherkomponenten in der Energiewende sein. Sie unersetzbar, da sie extrem hohe Leistungen (etliche 10 GW) bereitstellen können.

Im Vortrag wird das Funktions- und Aufbauprinzip dieser Speicher vorgestellt und deren Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu anderen Speicherkonzepten beschrieben.

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