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Göttingen 1997 – wissenschaftliches Programm

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HK: Hadronen und Kerne

HK 55: Struktur von Baryonen und Mesonen VI

HK 55.2: Gruppenbericht

Mittwoch, 26. März 1997, 17:30–18:00, HS I

Vektormesonen und QCD Summenregeln in dichter Kernmaterie — •Frank Klingl, Norbert Kaiser und Wolfram Weise — Technische Universität München, Physik Department T39

Wir berechnen das Spektrum der Strom-Strom-Korrelationsfunktion in dichter Kernmaterie. Ausgangspunkt ist dabei eine effektive Lagrangedichte, welche die chirale Dynamik der QCD mit der Vektormesondominanz des elektromagnetischen Hadronstroms verknüpft. Das Spektrum der Strom-Strom-Korrelationsfunktion bestimmt die „linke Seite“ der QCD-Summenregel-Analyse in Materie. Wir finden eine sehr gute Übereinstimmung mit der Operator-Produkt-Entwicklung (der „rechten Seite“), die durch dichteabhängige Kondensate bestimmt wird. Der wichtigste Effekt ist eine starke Erhöhung des Spektrums in Materie unterhalb der ρ-Meson Resonanz im Vergleich zum Vakuum. Wir weisen darauf hin, daß sich dabei die Masse des ρ-Mesons mit wachsender Dichte nur gering (nach unten) verschiebt. Deshalb können frühere Vorhersagen der QCD-Summenregel-Analysen nicht direkt als Änderung der ρ-Meson Masse in Materie interpretiert werden. Die effektive Streulänge für die ρ-Meson-Nukleon-Wechselwirkung ist komplex; ihr Imaginärteil erweist sich als groß im Vergleich zum Realteil. Wir diskutieren Konsequenzen für die Interpretation von Dilepton-Spektren aus hochenergetischen Schwerionenstößen. Über analoge Rechnungen für das ω-Meson wird kurz berichtet.

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