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Münster 1997 – wissenschaftliches Programm

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DY: Dynamik und Statistische Physik

DY 11: Poster I

DY 11.6: Poster

Dienstag, 18. März 1997, 14:30–17:30, F

Verallgemeinertes kinetisches Ising-Modell: neue Informationen durch Analyse von Mehr-Zeiten-Korrelationsfunktionen — •U. Tracht, A. Heuer und H.W. Spiess — MPI f. Polymerforschung, Ackermannweg 10, 55128 Mainz

Zur modellhaften Beschreibung kooperativer Effekte am Glasübergang wurde von Fredrickson und Andersen das kinetische Ising-Modell entwickelt. Die Kooperativität ergibt sich durch die Einführung von Bewegungsregeln, die vom aktuellen Zustand der Nachbarspins abhängen. Die Untersuchung von Zwei-Zeiten-Korrelationsfunktionen an diesem System zeigt bei tiefen Temperaturen eine starke Nicht-Exponentialität. Diese Nicht-Exponentialität lässt sich direkt durch eine Verteilung von lokalen Sprungraten, d.h. durch dynamische Heterogenitäten erklären. Wir untersuchen, auf welchen Zeitskalen nun diese Heterogenitäten selbst fluktuieren, wobei wir im Gegensatz zum ursprünglichen Modell mehr als zwei Zustände erlauben. Zur Bestimmung der Fluktuationen ist es notwendig, einen Spinzustand zu vier verschiedenen Zeitpunkten miteinander zu korrelieren. Das Ergebnis der Vier-Zeiten-Korrelationsfunktion lässt sich direkt auf der Basis des kürzlich entwickelten Konzepts des Ratengedächtnisses auswerten, welches eine quantitative Beschreibung der Fluktuationen innerhalb der Ratenverteilung erlaubt. Wir zeigen, wie das Ratengedächtnis von der Temperatur abhängt.

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