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Münster 1997 – wissenschaftliches Programm

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M: Metallphysik

M 11: Diffusion

M 11.8: Vortrag

Dienstag, 18. März 1997, 17:50–18:10, S 9

Diffusions– und Isotopieeffektmessungen von Kobalt in der amorphen Massivlegierung Zr46.7Ti8.3Cu7.5Ni10Be27.5 — •H. Ehmler1, A. Heesemann1, P. Klugkist1, K. Rätzke1, U. Geyer2 und F. Faupel11Technische Fakultät der Universität Kiel, Kaiserstraße 2, 24143 Kiel — 21.Physikalisches Institut und SFB 345 der, Universität Göttingen, 37073 Göttingen

In der am California Institute of Technology entwickelten amorphen Legierung Vitreloy–4 [1] wurden Diffusionsexperimente mit den Radiotracern 57Co und 60Co durchgeführt. Die Legierung wurde unter Hochvakuumbedingungen mit beiden Isotopen simultan bedampft und anschließend getempert. Danach wurde die Probenoberfläche in diskreten Schichten mit Hilfe der Ionenzerstäubungsmethode abgetragen. Die beiden Isotope lassen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Gammaemission unterscheiden und ermöglichen so das Studium der Massenabhängigkeit der Diffusion (Isotopieeffekt E). Die Experimente wurden im Temperaturbereich 583K–653K durchgeführt. Oberhalb und unterhalb der Glastemperatur (TG ≃ 625K) wird eine lineare Arrheniusbeziehung mit einer Aktivierungsenergie von etwa 3 eV erhalten. Die bisherige Auswertung des Isotopieeffektes in der Nähe von TG deutet auf einen anormalen Isotopieeffekt hin (E<0), bei dem das schwerere Atom schneller diffundiert.

gefördert d. DFG-Schwerpunkt Fa 234/4-2

[1] U. Geyer, S. Schneider, W.L. Johnson, et al. , Appl. Phys. Lett., 69, p. 2492-2494 (1996)

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