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Münster 1997 – wissenschaftliches Programm

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M: Metallphysik

M 20: Kristallplastizit
ät IV

M 20.5: Vortrag

Freitag, 21. März 1997, 11:10–11:30, S 8

Die nicht-monotone Temperaturabhängigkeit der Fließspannung von Kalium — •W. Pichl und M. Krystian — Institut für Materialphysik, Universität Wien, Boltzmanngasse 5, 1090 Wien

Die Plastizität von Kalium weist starke Ähnlichkeiten zu den b.c.c. Übergangsmetallen auf.Deshalb besteht allgemeine Über- einstimmung, daß im Tieftemperaturbereich der gleiche geschwin- digkeitsbestimmende Prozeß, nämlich Kinkpaar-Bildung in [111]- Schraubenversetzungen, vorliegt.Für die Knietemperatur wurde in älteren Arbeiten ein Wert von 30K angegeben; jüngste Messungen zeigten jedoch klar, daß eine merkliche Temperaturabhängigkeit der Fließspannung bis 80K besteht.Im Bereich zwischen 80K und 4.2K existieren 3 deutlich abgegrenzte Bereiche.Dieses Verhalten ist völlig analog zu den Übergangsmetallen [1].Da die Elektro- nenstruktur von Kalium drastisch verschieden von den letzteren ist, kann geschloßen werden, daß die nicht-monotone Temperatur- abhängigkeit eine intrinsische Eigenschaft der bcc Metalle ist und nicht etwa durch die detailierte Form des Peierls-Potentials verursacht wird. Alternierende Zug- und Druckversuche zeigten ferner, daß im mittleren Bereich II eine starke Asymmetrie besteht,während sie in den Bereichen I und III sehr schwach ist.

[1] D. Brunner and J. Diehl, Phys.stat.sol. (a){124, 155 (1991)

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