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Münster 1997 – wissenschaftliches Programm

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PO: Polymerphysik

PO 10: Poster: Mechanische Eigenschaften und Bruchverhalten

PO 10.4: Poster

Montag, 17. März 1997, 15:30–17:30, Gg

Deformationskalorimetrie an Polymeren und Composites — •J. A. Koenen1, A. Baptist1, W. Wilke1, I. Luzinov2, S. Minko2 und A. Voronov21Abt. Experimentelle Physik, Universität Ulm — 2Physikalisch-Chemisches Institut der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, Lviv, Ukraine

Beim Verstrecken von Polymer Composites können viele verschiedene Prozesse auftreten, wobei die meisten mit einer Wärmetönung, d.h. mit einem Austausch von Wärme mit der Umgebung, einhergehen. In einem Verstreckkalorimeter kann zusätzlich zur Spannungs-Dehnungs-Messung die dabei isotherm ausgetauschte Wärme gemessen werden. Es wurde glasfaser- und glaskugelgefülltes Polypropylen mit unterschiedlich beschichteten Füllerteilchen untersucht. Die Beschichtungen bestanden dabei zum einen aus einem Polymer aus Maleinsäure, die gut auf Glas adsorbiert wird, und Polystyrol bzw. PMMA. Dabei zeigte sich ein Unterschied zwischen beschichteten und unbeschichteten Füllern. Die Füller, die den E-Modul des Composites am meisten vergrößern, produzieren im Vergleich zur ungefüllten Matrix am meisten Wärme im Dehnungsbereich von 3% bis 8%. Die Abhängigkeit dieses Effekts von der Deformationsrate deutet auf viskoses Verhalten der Matrix im Bereich der Grenzschicht hin. Dieses Ergebnis ist in Übereinstimmung mit Schallemissionsmessungen und der Ultrakleinwinkelstreuung.

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