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Konstanz 1998 – wissenschaftliches Programm

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MO: Molekülphysik

MO 6: Reaktionen

MO 6.5: Vortrag

Dienstag, 17. März 1998, 15:00–15:15, M627

Ultrakurzzeitspektroskopie am solvatisierten Elektron in wäßriger NaCl-Lösung — •M. Assel, R. Laenen, and A. Laubereau — TU München, Physik Department E11, 85748 Garching

Durch 2-Photonenanregung von Chlor-Anionen einer wäßrigen Kochsalzlösung mit Hilfe eines intensiven UV-Laserimpulses kann man über den sog. CTTS-Zustand (charge-transfer-to-solvent) lokalisierte Elektronen in Lösung generieren. Das Elektron befindet sich -von 6 Wassermolekülen umgeben- in einer Art Potentialtopf mit einer charakeristischen Absorptionsbande bei 705 nm, die dem elektronischen Übergang aus einem s-artigen Grundzustand in 3 nichtentartete p-Zustände entspricht. Die lange Lebensdauer des solvatisierten Elektrons (≥ einige ns) ermöglicht die Untersuchung der Relaxationsdynamik des solvatisierten Elektrons nach fs-Lichtanregung. Dazu wird das solvatisierte Elektron ca. 1 ns nach seiner Generation mit Hilfe eines zweiten Impulses bei 620 nm bevorzugt in den energetisch am höchsten liegenden p-Zustand befördert. Die induzierte Absorptionsänderung wird in einem Spektralbereich von 550 nm bis 1040 nm bis etwa 6 ps nach der Anregung zeitaufgelöst beobachtet. Aus den experimentell ermittelten Absorptionsspektren der beteiligten Zustände können diese zugeordnet werden, außerdem wird eine Obergrenze für die Relaxationszeit innerhalb der p-Zustände bestimmt.

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