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Münster 1999 – wissenschaftliches Programm

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AM: Magnetismus

AM 15: Magnetismus in der Medizin

AM 15.1: Hauptvortrag

Donnerstag, 25. März 1999, 09:30–10:15, F5

Hauptvortrag - Magnetismus in der Medizin — •W. Andrä1, D. V. Berkov2, R. Hergt1, R. Hiergeist1 und H. Nowak31Institut für Physikalische Hochtechnologie e.V. Jena, Helmholtzweg 4, D-07743 Jena — 2INNOVENT e.V., Göschwitzer Str. 22, D-07745 Jena — 3Biomagnetisches Zentrum der Klinik für Neurologie, Philosophenweg 3, D-07743 Jena

Von den Anwendungen des Magnetismus in der Medizin sind zwei Methoden gut bekannt, die bereits sehr weit entwickelt sind und mit aufwendiger Technik betrieben werden: die Magnetresonanz-Tomographie und die biomagnetische SQUID-Messtechnik. Zu diesen Arbeitsgebieten finden regelmässig spezielle Tagungen statt, und die neuesten Fortschritte werden in zahlreichen Veröffentlichungen publiziert. Andere Gebiete sind weniger bekannt und noch weit davon entfernt, routinemässig in der ärztlichen Praxis eingesetzt zu werden, obwohl die physikalischen Prinzipien und deren technische Anwendung relativ einfach erscheinen. Typische Beispiele sind die lokale magnetische Hyperthermie, die Ortung und Führung magnetischer Marker, das ferngesteuerte Anwenden von Wirksubstanzen in einem Zielgebiet sowie die selektive Zell-Separation mittels magnetischer Polymer-Kügelchen. Viele Fragen dieser Gebiete sind noch ungelöst und bedürfen der engen Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Medizinern. Eine solche Kooperation ist ebenso notwendig auf Gebieten, bei denen durch zahlreiche empirische Befunde der Einfluss von Magnetfeldern nachgewiesen wurde (z.B. bei Knochen- und Wundheilung), aber bisher noch keine sicheren Erkenntnisse über die Wirk-Mechanismen existieren.

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