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Münster 1999 – wissenschaftliches Programm

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DF: Dielektrische Festkörper

DF 2: Elektrische und optische Eigenschaften II

DF 2.7: Vortrag

Montag, 22. März 1999, 17:10–17:30, R2

Lichtinduzierte Änderung des Brechwertes auf der Basis metastabiler Elektronenzustände in Nitrosylprussiaten — •M. Imlau1, Th. Woike1 und R.A. Rupp21Universität zu Köln, Institut für Kristallographie, Zülpicherstr. 49b, 50674 Köln — 2Universität Wien, Institut für Experimentalphysik, Boltzmanngasse 3, 1090 Wien

In Substanzen, die das zentrale Nitrosylprussiatanion [Fe(CN)5NO]2− enthalten, können unterhalb von 200K metastabile Elektronenzustände mit einer Lebensdauer von >109 s optisch angeregt werden. Mittels Holographie konnte nachgewiesen werden, daß sich der Brechwert speziell in Natriumnitrosylprussiat, Na2[Fe(CN)5NO]·2H2O, Raumgruppe Pnnm, mit der Population um mindestens Δn = 10−3 ändert, und damit ein neuer photorefraktiver Effekt mit charakteristischen Eigenschaften vorliegt: Die Brechwertänderung erfolgt lokal und ist im Betrag mono-exponentiell von der Lichtbestrahlung und der Modulation des einfallenden Lichtinterferenzmusters abhängig. Ein Dunkelzerfall eingeschriebener holographischer Gitter wird nicht beobachtet, hingegen ist deren Lebensdauer durch die Lebensdauer der metastabilen Elektronenzustände gegeben. Die zu Grunde liegende Raumgruppe ist für das Auftreten der Brechwertmodulation nicht entscheidend, da das photorefraktive Verhalten auch in den Nitrosylprussiaten Bariumnitrosylprussiat, Ba[Fe(CN5)NO]· 3H2O, Raumgruppe Pbcm und Guanidiniumnitrosylprussiat (C(NH2)3)2[Fe(CN)5NO], Raumgruppe Pnma, gefunden wird.

Gefördert von der DFG (Projekt Wo618/1-2).

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