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Münster 1999 – wissenschaftliches Programm

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O: Oberflächenphysik

O 36: Poster (II)

O 36.2: Poster

Donnerstag, 25. März 1999, 20:00–22:30, Zelt

D03-artige Terminierung von CoAl(111) — •V. Blum, Ch. Schmidt, Ch. Müller, Ch. Rath, W. Meier, L. Hammer und K. Heinz — Lehrstuhl für Festkörperphysik, Universität Erlangen-Nürnberg, Staudtstr. 7, 91058 Erlangen

Die chemische Zusammensetzung und atomare Struktur der (111)-orientierten Oberfläche der geordneten Legierung CoAl wurde mittels AES und LEED-Intensitätsanalysen untersucht. Ihre Volumenstruktur entspricht dem CsCl-Gitter, in (111)-Orientierung ergeben sich also alternierend Al- und Co-Lagen. Eine D03-artige Phase (abwechselnd eine Al-Lage und drei Co-Lagen), wie sie vom benachbarten System Fe-Al her bekannt ist, kommt im Volumen-Phasendiagramm nicht vor.

Präferentielles Sputtern und Ausheilen bei niedriger Temperatur, T = 550 K, führen zu einer Al-Verarmung des Oberflächenbereichs. Dabei ist die Oberfläche durch eine Lage Al terminiert, die darunterliegende Stapelfolge entspricht aber (trotz chemischer Unordnung) eher einer D03-artigen denn einer einfach alternierenden, d.h. CsCl-artigen Anordnung. Ausheilen der Oberfläche mit zunehmender Temperatur bis etwa 1000 K führt zu einer Rückkehr von Al in den Oberflächenbereich, oberhalb 1000 K scheint das Gleichgewicht mit dem Kristallvolumen erreicht. Trotzdem bleibt die Oberfläche auch bei sehr hoher Ausheiltemperatur (T = 1300 K) D03-artig terminiert. Die oberste Lage besteht aus Al, die zweite und dritte Lage zu je etwa 70 % aus Co, erst ab der vierten Lage (100 % Co) stellt sich die volumenartige und chemisch geordnete Stapelfolge ein.

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