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Bonn 2000 – wissenschaftliches Programm

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P: Plasmaphysik

P 4: Magnetischer Einschluss I

P 4.1: Fachvortrag

Dienstag, 4. April 2000, 14:00–14:30, HS V

Untersuchung von internen Disruptionen in Tokamakplasmen mit negativer magnetischer Verscherung an TEXTOR-94 — •H. R. Koslowski1, E. Graffmann1, S. Günter2, J. Rapp1 und S. Schade21Forschungszentrum Jülich GmbH, EURATOM-Assoziation, Trilaterales Euregio Cluster, 52425 Jülich — 2Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, EURATOM-Assoziation, 85748 Garching

In Tokamakplasmen mit nicht-monotonem Stromdichteprofil kann sich im Bereich des Minimums des Sicherheitsfaktors eine Transportbarriere ausbilden und zu einer Verbesserung des Energieeinschlusses führen. Derartige Stromverteilungen sind typisch für stationäre Entladungen, bei denen ein großer Teil des Plasmastroms nicht-induktiv durch den Bootstrap-Strom getrieben wird. Die MHD-Stabilität von Plasmen mit negativer magnetischer Verscherung ist daher von besonderem Interesse, insbesondere können Double Tearing Moden auftreten.

An TEXTOR-94 werden nicht-monotone Stromdichteprofile (i) in der Startphase des Plasmas, wenn der induzierte Strom noch nicht vollständig diffundiert ist, und (ii) nach der Akkumulation schwerer Verunreinigungen, die entweder von belasteten Limitern aus Hoch-Z Metallen stammen, oder gezielt in das Plasma eingebracht werden, beobachtet. In diesen Entladungen treten starke MHD-Modenaktivität mit Kopplung mehrerer Moden und plötzliche Zusammenbrüche der zentralen Plasmaprofile, sogenannte interne Disruptionen, auf. Ein verschertes Profil der toroidalen Plasmarotation, welches durch die tangentiale Neutralteilchen-Heizung erzeugt wird, hat eine stabilisierende Wirkung.

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