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Dresden 2000 – wissenschaftliches Programm

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HK: Physik der Hadronen und Kerne

HK 10: Kernphysik / Spektroskopie II

HK 10.7: Vortrag

Montag, 20. März 2000, 18:30–18:45, B 68

Kernradien von 17−28Ne aus Messungen der Isotopieverschiebung — •S. Kappertz1, W. Geithner1, M. Keim2, S. Kloos1, G. Kotrotsios1, P. Lievens3, K. Marinova4, R. Neugart1, L. Vermeeren3, S. Wilbert1 und ISOLDE Collab.21Inst. für Physik, Univ. Mainz — 2CERN, Geneva — 3K.U. Leuven — 4Univ. Sofia

Mit kollinearer Laserspektroskopie an den Neon-Isotopen 17−28Ne wird gezeigt, daß sich Feldeffekte der Isotopieverschiebung deutlich auflösen lassen. Zur Bestimmung mittlerer quadratischer Ladungsradien werden Messungen an myonischen Atomen der stabilen Isotope herangezogen. Damit ist es bei einem so leichten System erstmals möglich, Unsicherheiten aus der Abschätzung des dominanten Masseneffekts zu eliminieren. Die geforderte experimentelle Genauigkeit erreicht man nur über eine absolute Bestimmung der Geschwindigkeit der Atome aus der Dopplerverschiebung. Zwei gegenläufige Laserstrahlen der gleichen Frequenz induzieren im 61.7 keV-Strahl koinzidente Resonanzen benachbarter Feinstrukturlinien, die als sekundäre Wellenlängenstandards bekannt sind. Der Nachweis wird mit dem hochempfindlichen Verfahren der Zustandspräparation durch optisches Pumpen, nachfolgender zustandsselektiver Stoßionisation und Messung der β-Aktivität geführt. Der Verlauf der Radien lässt Kernstruktureffekte wie die Deformation der stabilen Isotope und den Schalenabschluß bei N=8 erkennen. Die weitere Analyse für 17Ne wird zeigen, wie weit sich die Vorstellung eines Protonenhalos durch die genau bestimmten Ladungsradien stützen läßt. (Gefördert duch BMBF)

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