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Hamburg 2001 – wissenschaftliches Programm

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AKA: Physik und Abrüstung

AKA 3: Proliferationsgefahren

AKA 3.1: Fachvortrag

Donnerstag, 29. März 2001, 12:00–12:30, R 221

Der Abrüstungsprozess russischer Atom-U-Boote: Proliferationsgefahren und nukleare Unfälle gefährden die internationale Sicherheit — •Ulrike Kronfeld-Goharani — SCHIFF, Universität Kiel

Der Bau und Betrieb nuklear angetriebener U-Boote bedeutet nicht nur, ein hohes Risiko für Kollisionen und Unfälle einzugehen, sondern ist vor allen Dingen mit enormen Kosten verbunden. Können diese Kosten nicht bewältigt werden, steigt das Risiko für ernsthafte Unfälle mit Folgen für Mensch und Umwelt. Ein noch zu wenig international beachtetes Problem sind die Proliferationsgefahren, die bei der Abrüstung ausgedienter russischer U-Boote und dem Management des Nuklearmülls anfallen. Durch die angespannte ökonomische Situation Russlands ist eine sichere Bewachung der großen Mengen hoch angereicherten Urans (HEU) und Plutoniums - Schlüsselsubstanzen für die Herstellung von Massenvernichtungswaffen - vor Diebstahl oder Abzweigung zur Zeit nicht ausreichend gewährleistet. Die ausgemusterten oder still gelegten Atom-U-Boote stellen ein attraktives Ziel für Nichtkernwaffenstaaten dar, an spaltbares Material heranzukommen. Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die Proliferationsgefahren, die von der russischen Flotte ausgehen und diskutiert Schwachstellen im Nichtverbreitungsvertrag in Hinblick auf den zur Zeit unbegrenzt möglichen Verkauf von Atom-U-Booten oder dem hoch angereicherten Uranbrennstoff, mit dem sie betrieben werden.

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