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Berlin 2005 – wissenschaftliches Programm

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DF: Dielektrische Festkörper

DF 1: FV-internes Symposium „Ermüdung in Funktionswerkstoffen“

DF 1.5: Vortrag

Freitag, 4. März 2005, 12:00–12:20, TU C130

Schaltverhalten reduzierter ferroelektrischer Keramiken — •T. Granzow1, D.C. Lupascu1, J. Rödel1 und E. Suvaci21FG Material- und Geowissenschaften, TU Darmstadt — 2Dept. of Materials Science and Engineering, Anadolu University, Eskisehir, Turkey

Blei-Zirkonat-Titanat (PZT) nimmt eine besondere Stellung unter den elektrischen Funktionskeramiken ein und hat auch auf dem Gebiet der nicht-flüchtigen ferroelektrischen Speicher (FE-RAMs) Einsatz gefunden. Dabei ist trotz intensiver Forschung noch ungeklärt, welchen Einfluss Störungen wie Dotier-Ionen bzw. Sauerstoff-Fehlstellen auf die Bildung und das Schalt-Verhalten ferroelektrischer Domänen in PZT haben. Man geht aber davon aus, dass Sauerstoff-Fehlstellen das Schalten behindern, wodurch die Koerzitivfeldstärke Ec heraufgesetzt und eine stärkere Ermüdung, d.h. ein Nachlassen der ferroelektrischen Eigenschaften unter zyklischer elektrischer Belastung, induziert wird. In diesem Vortrag werden Messungen der ferroelektrischen Hysterese an PZT-Keramiken präsentiert, in die durch Reduktion unterschiedliche Konzentrationen von Sauerstoff-Fehlstellen gezielt eingebracht wurden. Dabei werden die Eigenschaften von undotiertem PZT mit denen von donor- bzw. akzeptor-dotiertem Material verglichen. Es wird gezeigt, dass sich entgegen den Erwartungen die Koerzitivfeldstärke nicht erhöht und das Ermüdungs-Verhalten sogar verbessert wird. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf mögliche Ermüdungs-Mechanismen diskutiert.

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