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Berlin 2005 – wissenschaftliches Programm

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SYPZ: Plasmaphysik und Fusionsforschung - Energie für die Zukunft

SYPZ 1: SYPZ I

SYPZ 1.2: Hauptvortrag

Dienstag, 8. März 2005, 11:30–12:00, HU 3038

Alternative Einschlusskonzepte — •Friedrich Wagner — Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Teilinstitut Greifswald, EURATOM Assoziation

Neben der Hauptlinie im toroidalen Einschluss, dem Tokamak, werden mit dem Stellarator und dem Reversed Field Pinch (RFP) zwei weitere toroidale Einschlusskonzepte weltweit verfolgt. In Europa werden Stellaratoren in Deutschland und in Spanien, RFPs werden in Italien und in Schweden gebaut und betrieben. Die prinzipiellen Möglichkeiten dieser Konfigurationen, aus denen sich besondere Kraftwerkslösungen ergeben könnten, sind der instabilitätsarme Betrieb des Stellarators mit der intrinsischen Eignung zum Dauerstrichbetrieb und die denkbare Plasmazündung beim RFP ohne Zusatzmassnahmen von aussen. Die Forschung des letzten Jahrzehnts an beiden Konfigurationen hat aber auch Beschränkungen und Mängel gezeitigt, die ihren Ursprung gerade in den Wesensmäßigkeiten haben, die andererseits auch das Potential der jeweiligen Konfiguration ausmachen. Beim Stellarator ist es die 3-dimensionale Feldkonfiguration, die aus ganz prinzipiellen Gründen zu nicht tolerierbaren Teilchen- und Energieverlusten führt; beim RFP ist es das hohe Niveau an magnetischer Turbulenz, das über den Weg der Selbstorganisation Einschluss schafft aber doch zu hohe Verluste zur Folge hat. Für beide Systeme hat es in den letzten Jahren bemerkenswerte Konzeptverbesserungen gegeben; die physikalischen Grundlagen und das Maß der Verbesserung werden aufgezeigt.

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