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Berlin 2005 – wissenschaftliches Programm

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UP: Umweltphysik

UP 1: Aerosole I

UP 1.6: Fachvortrag

Montag, 7. März 2005, 15:15–15:30, TU HFT101

Aerosol-Nukleation in der Grenzschicht, ein wichtiger Beitrag zum Aerosolbudget? — •Wolfgang Junkermann — FZK, IMK-IFU, Kreuzeckbahnstr. 19, 82467 Garmisch-Partenkirchen

Die Produktion von Aerosolen im Größenbereich von wenigen nm aus gasförmigen Vorläufersubstanzen kann einen signifikanten Beitrag zur troposhärischen Aerosolbilanz liefern. Solche, nur wenige nm großen, Aerosole werden unter bestimmten Bedingungen in kurzer Zeit und in großer Anzahl produziert. Die gebildeten Aerosole wachsen innerhalb weniger Stunden um etwa eine Größenordnung an und dienen dann beispielsweise als Wolken-Nukleations-Kerne. Für quantitative Aussagen zur Aerosol-Produktion und der Abschätzung des Beitrags der Nukleationsaerosole zum Gesamt-Aerosol werden dreidimensionale Untersuchungen der Aerosolanzahl, ihrer Höhen- und Größenverteilung sowie zur Stabilität der Atmosphäre benötigt. Im Rahmen des EU-Projektes QUEST wurden an unterschiedlichen Standorten in Europa in sauberen (Finnland) und stark belasteten (Po-Ebene, Italien) Gebieten solche dreidimensionalen Untersuchungen mit Hilfe eines Flugzeugs durchgeführt. Anhand der Ergebnisse lassen sich Quellgebiete für Nukleations-Aerosole genauer spezifizieren sowie Produktionsraten bestimmen. Selbst in der bereits mit anthropogenen Aerosolen belasteten Po-Ebene trägt die Nukleation von Aerosolen maßgeblich zur Aerosolkonzentration bei.

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