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Regensburg 2007 – wissenschaftliches Programm

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GP: Fachverband Geschichte der Physik

GP 2: Formen der Kooperation von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert

GP 2.4: Vortrag

Montag, 26. März 2007, 15:25–15:50, H35

Michael Faraday:Vom Laborassistenten zum öffentlichen Assistenten und Chef eines Laborassistenten. — •Michael Barth — Nordstraße 7 D-31249 Hohenhameln Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften/Pharmaziegeschichte der TU Braunschweig

S.Forgan formuliert mit "From Servant to Savant..." im Titel einer Publikation die immer wieder gerne hervorgehobene Besonderheit von Faradays Karriere: Er begann sie als einfacher Laborassistent und beendete sie als weithin anerkannter Forscher, der selbst einen einfachen Laborassistenten -Sergeant Anderson- langjährig beschäftigte. Über diesen Assistenten ist jedoch nur wenig bekannt. Faradays Arbeitsstil in Labor, Forschung und Vorlesung war ein besonderer, er erlaubte selten Kollegen eine Mitarbeit, arbeitete praktisch immer alleine, aber eben dennoch lange Zeit mit (genau einem) Assistenten.

Die genannte Anerkennung seiner Arbeit durch die Kollegen war tatsächlich "weithin", jedoch selektiv und stark abhängig von anerkennender Person, Forschungsergebnis und Forschungsthema. Vielleicht hat seine anfängliche Rolle als Assistent hier eine Rolle gespielt.

Darüber hinaus arbeitete Faraday immer wieder für diverse Institutionen, versah damit also erneut die Arbeit eines Assistenten, auf höherem Niveau und quasi-freiwillig.

Seine besondere religiöse Überzeugung forderte ihm auch in diesem Bereich nicht wenig Unterordnung und Assistenzdienste ab.

In meinem Vortrag will ich dieses vernetzte System analysieren und seinen Auswirkungen bzw. den Auswirkungen des eigenen Rollenwechsels auf Faradays Arbeiten und Arbeitsweise nachgehen.

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