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Darmstadt 2008 – wissenschaftliches Programm

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Q: Fachverband Quantenoptik und Photonik

Q 16: Photonik I

Q 16.3: Vortrag

Dienstag, 11. März 2008, 14:30–14:45, 2B/C

Bindungsmechanismus von Solitonenmolekülen in dispersionsalternierenden Glasfasern — •Alexander Hause, Haldor Hartwig und Fedor Mitschke — Universität Rostock, Fachbereich Physik, Universitätsplatz 3, 18051 Rostock

Kürzlich konnte von uns gezeigt werden[1], dass in Glasfaserstrecken mit periodisch wechselnder Dispersion stabile Verbundzustände aus Solitonen, so genannte Solitonenmoleküle, existieren. Die phasensensitive Charakterisierung dieser Koppelzustände mit Hilfe des neuartigen und eindeutigen Vampire-Messverfahrens [2] (very advanced method of phase and intensity retrieval of E-fields) sowie numerische Simulationen lieferten Hinweise auf die Phasendynamik als Ursache der Bindung des Moleküls.

Abhängig vom Abstand und Chirp der Einzelimpulse ergibt sich ein anziehendes oder abstoßendes Verhalten des Doppelimpulses. Bei einem bestimmten Abstand ist die resultierende Kraft null, bei kleineren Abständen zeigt sich eine Abstoßung und bei größeren Abständen eine Anziehung. Dies definiert einen stabilen Gleichgewichtsabstand.

Störungstheoretische Betrachtungen der Phasendynamik liefern ein Modell, das dieses typische Verhalten zeigt und die Bindung der Solitonen erklären kann.

[1] M. Stratmann et. al., Phys. Rev. Lett. 95, 143902 (2005)

[2] A. Hause et. al., Phys. Rev. A 75, 063836 (2007)

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