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Dresden 2011 – wissenschaftliches Programm

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GP: Fachverband Geschichte der Physik

GP 9: Freie Themen

GP 9.3: Vortrag

Dienstag, 15. März 2011, 19:05–19:30, HSZ 204

Ein öliges Fass, in dem man einzelne Elektronen fängt? - Die Entwicklung des Millikanschen Öltröpfchen Apparates — •Martin Panusch — Universität Flensburg

In der Debatte um den Millikanschen Öltröpfchenversuch wird oft der Eindruck erweckt, als ob es sich dabei um genau ein Experiment oder genau einen Apparat handelt. Doch eine Analyse der Veröffentlichungen von Millikan und seines Assistenten Fletcher zeigt, dass sich die Darstellungen in wichtigen Details unterscheiden. Man kann mindestens vier verschiedene Apparate ausmachen, die sich wie eine zeitliche Entwicklung anordnen lassen. Die Beschreibungen und Zeichnungen legen dabei nahe, wie damit die Stabilität des Messprozesses verbessert wurde.

Momentan ist ein Öltröpfchen Apparat im Museum for Science and Industry in Chicago ausgestellt, der als Millikans Originalapparat gilt. Vor der Ausstellungseröffnung hatte ich die Gelegenheit das Artefakt zu vermessen und zu fotografieren.

Mit diesen Daten analysierte ich wie das Artefakt mit Millikans und Fletchers Darstellungen korrespondiert und so konnte ich es in die Reihenfolge der von Millikan und Fletcher dargestellten Apparate einordnen.

In meiner Präsentation fasse ich die Entwicklung des Millikanschen Öltröpfchen Apparates an Hand meiner Analyseergebnisse zusammen. Dabei beziehe ich mich auf Darstellungen des Apparates aus Millikans und Fletchers Veröffentlichungen und setze diese in Beziehung zu dem Artefakt, das ich in Chicago vermessen durfte.

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