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Dresden 2026 – wissenschaftliches Programm

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AKC: Arbeitskreis Chancengleichheit

AKC 1: AKC

AKC 1.3: Hauptvortrag

Donnerstag, 12. März 2026, 12:15–12:45, MER/0002

Die Physikidentität von Schüler:innen stärken: Erkenntnisse zu Theorie und Praxis — •Paula Becker und Peter Wulff — Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Im Fach Physik zeigen sich weiterhin geschlechterspezifische Disparitäten entlang von Bildungswegentscheidungen. Die Frage, ob Physik als etwas erlebt wird, das zur eigenen Person passt, spielt dabei eine zentrale Rolle dafür, ob Schüler:innen sich ein langfristiges Engagement in Physik vorstellen können. In der Physikdidaktik wurde dies in der Physikidentitäts-Theorie konzeptionalisiert, die bedeutsame motivationstheoretische Forschungsstränge zusammenführt und die Bedeutung der sozialen Situiertheit von Lernen und Engagement explizit adressiert. Der Vortrag stellt diese Theorie vor und analysiert Fördermaßnahmen, die empirische Befunde zur Stärkung von Physikidentiät berücksichtigen. Wir berichten die Entwicklung und Evaluation von a) einem Programm zur Förderung von hochleistenden Schüler:innen und b) einer fünftägigen Projektwoche für Oberstufenschülerinnen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass gezielte Maßnahmen positive Effekte auf Physikidentiät und Studienaspirationen haben können. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Potenziale begrenzt sind, wenn sie auf punktuelle Förderformate beschränkt bleiben. Um auszuschärfen, wie die Erkenntnisse in den schulischen Alltag integriert werden können, wird ein Ausblick auf ein Projekt gegeben, das untersucht, wie Lehrkräfte dabei unterstützt werden können, die Physikidentität ihrer Schüler:innen zu stärken.

Keywords: Physikidentität; Gender; Außerschulisches Lernen; Frauen; Interventionsprogramme

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