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DD: Fachverband Didaktik der Physik

DD 10: Hochschuldidaktik I

DD 10.3: Vortrag

Montag, 9. März 2026, 12:40–13:00, SCH/A285

Effektivität von Whiteboards als Kollaborationstool in der Physik-Hochschullehre: Untersuchungen anhand des ICAP-Modells — •Silke Stanzel, Claudia Schäfle und Christine Lux — TH Rosenheim, Hochschulstraße 1, 83024 Rosenheim

Analoge Whiteboards sind ein zentrales Element der Lehrmethoden der Physics Education Research. In Physiklehrveranstaltungen an der TH Rosenheim bearbeiten Studierende Aufgaben in Zwei- bis Dreiergruppen auf DIN-A2-großen Whiteboards. Diese fungieren als "public thinking space", der das Festhalten und Überarbeiten von Ideen erleichtert, die Kollaboration fördert und der Lehrperson eine schnelle Einschätzung zur gezielten Rückmeldung ermöglicht. Untersucht wird, ob und in welcher Weise Whiteboards konstruktives und interaktives Lernen im Sinne des ICAP-Modells (Chi & Wylie, 2014) unterstützen. Mittels Unterrichtsbeobachtungen werden in Zwei-Minuten-Intervallen die Aktivitäten der Studierenden und der Lehrperson erfasst und den ICAP-Stufen zugeordnet. Zusätzlich wird analysiert, inwiefern die Lehrperson dazu beitragen kann, dass die interaktive Stufe erreicht wird. Die Ergebnisse zeigen, dass das Setting aus Whiteboards, Gruppen von zwei bis drei Personen sowie runden Tischen im SCALE-UP-Raum günstige Bedingungen für konstruktive und interaktive Lernprozesse schafft. Die Studierenden arbeiteten rund 75 % der Zeit in den hohen ICAP-Stufen konstruktiv (C) und interaktiv (I). Zudem deutet sich an, dass Whiteboard-Aufgaben mindestens zehn Minuten dauern sollten, damit Studierende mit höherer Wahrscheinlichkeit die höheren ICAP-Stufen erreichen.

Keywords: Physics Education Research; Whiteboard; SCALE-UP; ICAP framework; classroom observation

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