Dresden 2026 – wissenschaftliches Programm
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DD: Fachverband Didaktik der Physik
DD 17: Außerschulische Lernorte II
DD 17.3: Vortrag
Dienstag, 10. März 2026, 12:40–13:00, SCH/A252
Projektionale Augmented Reality im Schülerlabor: Lernsituationen im Spannungsfeld von Inszenierung und Propädeutik — •Fabian Bernstein1, Thomas Wilhelm2 und Carsten Nowak3 — 1TECHNOSEUM Mannheim — 2Goethe-Universität Frankfurt — 3Georg-August-Universität Göttingen
Projektionsbasierte Augmented-Reality-Systeme eröffnen neue Möglichkeiten für experimentelles Lernen, indem sie klassische Schülerexperimente durch digitale Overlays erweitern. Mittels Top-Down-Projektion lassen sich unsichtbare Größen visualisieren und narrative oder spielerische Zugänge zu physikalischen Phänomenen schaffen. Im Unterschied zu Head-Mounted Displays bleiben sie dabei niedrigschwellig, kollaborativ und robust.
Der Einsatz solcher Lernumgebungen bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Zielgruppenorientierung und Wissenschaftspropädeutik: Einerseits sollen die Formate mediale Gewohnheiten von Jugendlichen berücksichtigen, andererseits an akademische Kontexte heranführen, in denen textbasierte Instruktionen dominieren. Einerseits sollen authentische Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten ermöglicht werden; andererseits erzwingen Randbedingungen stark didaktisierte Lernsettings, die eher Inszenierungscharakter tragen.
Vor diesem Hintergrund werden am INNOVATIONlab des TECHNOSEUM sowie am XLAB der Universität Göttingen systematisch Potenziale projektionsbasierter Augmented Reality untersucht. Der Vortrag stellt die zugrunde liegenden Konzepte vor, diskutiert Herausforderungen der Umsetzung und berichtet von ersten Erfahrungen.
Keywords: Augmented Reality; Experimente; Schülerlabor
