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GP: Fachverband Geschichte der Physik

GP 3: Particles in Practice

GP 3.2: Vortrag

Dienstag, 17. März 2026, 11:30–12:00, KH 02.019

Der Kernphysiker Karl-Heinz Höcker und sein Beitrag zur Uranmaschine — •Roland Sadler — Universität Stuttgart, Historisches Institut

Karl-Heinz Höcker ist vor allem deshalb interessant, weil er gemeinsam mit Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker an der Entwicklung der theoretischen Grundlagen der Uranmaschine beteiligt war. Nach seinem Studium wurde Karl-Heinz Höcker der erste Doktorand von Carl-Friedrich von Weizsäcker. Er promovierte bereits 1940 mit dem kernphysikalischen Thema Wirkungsquerschnitte der Reaktionen zwischen Neutronen und Deuteronen. Aus diesem Jahr gibt es ebenfalls Forschungsberichte mit einem technischen Anklang: Berechnung der Energieerzeugung in der Uranmaschine und später Über den Wärmetransport aus der Uranmaschine. Das zeigt, dass bei Karl-Heinz Höcker in Forschung und Lehre von Anfang an Physik und Technik nahe beisammen lagen. Nach seinem Wehrdienst wechselte er Ende 1942 an das Institut für Theoretische Physik der Reichsuniversität Straßburg. Hier war er Assistent von Carl Friedrich von Weizsäcker. Karl-Heinz Höcker arbeitete weitgehend unabhängig weiter an Themen zur Uranmaschine. 1943 zeigte er, dass ein räumliches Gitter aus Atomwürfeln in schweren Wässern einen höheren Neutronenvermehrungsfaktor ergibt, als eine Anordnung aus Platten. Dieses Würfelgitter wurde dem letzten Großversuch 1945 in Haigerloch zugrunde gelegt. Dieser Vortag gibt einen ersten Überblick, von den Arbeiten, die Karl-Heinz Höcker für die Uranmaschine geleistet hat.

Keywords: Karl-Heinz Höcker; Uranmaschine; Haigerloch

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