Erlangen 2026 – wissenschaftliches Programm
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GP: Fachverband Geschichte der Physik
GP 6: Physics and People
GP 6.1: Vortrag
Mittwoch, 18. März 2026, 11:00–11:30, KH 02.019
Physik-Dissertationen von Chinesinnen und Chinesen an deutschen Hochschulen zwischen 1939 und 1945 — •Xian Wu — TU Bergakademie Freiberg, Freiberg, Germany
Die Geschichte des Auslandsstudiums von Chinesinnen und Chinesen geht auf das 19. Jahrhundert zurück. 1907 erhielt Fuji Li als der erste in Europa und zugleich der erste in einer Naturwissenschaft promovierte Chinese mit einem Thema zur experimentellen Spektroskopie am Physikalischen Institut der Universität Bonn. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Deutschland nach den USA das zweitbeliebteste Land für diejenigen Chinesinnen und Chinesen, die einen Doktorgrad in einer naturwissenschaftlichen oder technischen Disziplin anstrebten.
Zwischen 1939 und 1945, als der Nationalismus die allgemeine Stimmung in Deutschland prägte und die Beziehung zwischen China und Deutschland ab 1941 aufgrund des Zweiten Weltkriegs einen Tiefpunkt erreichte, studierten immerhin zahlreiche Chinesinnen und Chinesen an deutschen Hochschulen in verschiedenen Disziplinen. Darunter schrieben mehr als zehn Studierende ihre Doktorarbeiten auf den Gebieten der Physik.
Wer sind diese Doktoranden? Worum geht es bei ihren Dissertationen? Wo wurden die Arbeiten durchgeführt und von wen wurden sie betreut? In diesem Vortrag wird ein Überblick über diese Aspekte dargelegt, was bisher von Wissenschaftshistorikern ungenügend beachtet wurde.
Keywords: History of physics; dissertation; Chinese students; Germany
